Gestern entdeckten Agnes und ich einen Jungvogel, der laut zwitschernd im Gras um Hilfe zu rufen schien. Ganz entsetzt schaute ich meine Entenfreundin an und quakte: „Wie können wir diesem jungen Vogel helfen?“
Agnes erklärte, dass die meisten Jungvögel dann, wenn sie genug Federn haben und flügge werden können, das sichere Nest verlassen und auf Entdeckungstour gehen. Wenn sie dann Hunger haben, rufen sie laut nach ihren Vogeleltern. Die sind meist in der Nähe und beobachten den Nachwuchs. Wenn der hungrig ist, bekommt er einen dicken Wurm oder eine schön saftige Fliege in den Schnabel gesteckt.
Doch gibt es allerdings durchaus Jungvögel, die noch nackt oder kaum befiedert aus dem Nest gefallen sind. Diese jungen Tiere sollten am besten zurück ins Nest gesetzt werden, riet die naturkundige Ente.
Klappt das nicht, sei es das Beste, den Piepmatz in eine Auffangstation zu bringen. Vogelexperten ärgern sich nämlich sehr, wenn unerfahrene Menschen Vögel mit der Hand aufziehen, Denn dann gewöhnen sich diese meist zu sehr an den pflegenden Menschen. Diese Vögel wollen dann oft mit den eigenen Artgenossen nichts mehr zu tun haben.
Eure Paula