Ansturm auf die Schwimmkurse

von Redaktion

Wasserwacht muss Rückstau nach Pandemie aufarbeiten – Hitze lockt viele ins Wasser

München – Bis zu den Sommerferien will die Wasserwacht im Freistaat so viele Kinder wie möglich zu sicheren Schwimmern machen. Bereits im vergangenen Jahr nahmen rund 17 800 Kinder an Schwimmkursen teil, wie deren Landesvorsitzender Thomas Huber zum Auftakt der diesjährigen Kampagne „Bayern schwimmt“ mitteilte. „Diese Zahl ist so hoch wie in den letzten vier Jahren nicht.“ Noch immer gebe es nach der Pandemie Nachholbedarf. 2019 – im letzten Jahr vor der Pandemie – hatten rund 10 700 Kinder bei den Kursen Schwimmen gelernt. „Das zeigt den Rückstau und den großen Bedarf, dem wir nur mit ausreichend Schwimmflächen begegnen können“, sagte Huber.

Während der Pandemie sei lange kein Schwimmsport und kein Schulschwimmen möglich gewesen. Zudem mussten wegen der Energiesituation Wassertemperaturen in den Bädern gesenkt werden. Das sei vor allem zur Wassergewöhnung kleiner Kinder ein Ausschlusskriterium. „Es scheint aber so, als würden wir nun den Rückstau langsam aufholen. Wir müssen auch in Zukunft genügend Bäder für die Schwimmausbildung zur Verfügung haben. Schwimmbäder sind viel mehr als eine Kostenbelastung für Kommunen.“

Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) als Schirmherrin sagte, Kinder, die schwimmen könnten, hätten nicht nur mehr Spaß am und im Wasser. Sie seien auch deutlich weniger gefährdet, in Not zu geraten.

Bei dem Badewetter der vergangenen Tage war die Wasserwacht besonders gefragt. Heute soll es im Freistaat ungemütlich werden. Der Wetterdienst kündigte Gewitter und Schauer an. Donnerstag und Freitag soll es wieder wärmer werden.

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