Schwimmer werden zum Risiko

von Redaktion

Starnberg – Die Bayerische Seenschifffahrt hat auf dem Starnberger und auf dem Ammersee immer häufiger Probleme mit unvernünftigen Schwimmern. Sie schwimmen zu nah im Steg-Bereich, sodass Schiffe aus Sicherheitsgründen nicht anlegen können. Das Problem ist zwar nicht neu, wegen des Badewetters aber gerade massiv. Die Regeln sind eigentlich eindeutig: Im Umkreis von 100 Metern rund um die Anlegestellen ist das Baden und Sporttauchen nur gestattet, wenn die Schifffahrt nicht behindert wird.

Für die Kapitäne sind die Schwimmer ein großes Problem. Denn sie können von großen Schiffen aus Schwimmer nur schwer sehen. Lenken sie aber am Steg vorbei, haben sie es mit unzufriedenen Fahrgästen zu tun, die aus- oder zusteigen wollten. In früheren Jahren hat die Schifffahrt schon mal Stege dauerhaft nicht angefahren, zum Beispiel in Possenhofen. Das Problem gibt es aber auch am Tegernsee im Bereich des Bräustüberls. Am Königssee hingegen gibt es kaum Schwimmer im Steg-Bereich – vermutlich wegen der geringeren Wassertemperaturen im Gebirgssee.

Es sind nicht immer nur junge Burschen, die sich unvernünftig verhalten, betont Schifffahrtsgeschäftsführer Michael Grießer. In Seeshaupt habe es einen Fall gegeben, dass ein Kind am Dampfersteg schwamm, als gerade ein Schiff kam. Die Eltern saßen am Ufer und sahen tatenlos zu.  ike

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