Neulich hatten wir vom Wolpertinger gelesen – einem Fabelwesen, das Körperteile von ganz vielen anderen Tieren hat. Zum Beispiel ein Hase mit Uhu-Flügeln und Hörnern. Waldemar war sich sicher, dass es den Wolpertinger wirklich gab. Gestern kam er an den See gestürmt. „Da seht ihr es“, rief er und zeigte uns das Bild eines Tieres: „Das ist ein Foto eines lebenden Wolpertingers!“ Wahrlich, ich staunte nicht schlecht. Das Tier auf dem Bild hatte einen Schnabel, einen Körper wie ein Otter, vier Beine mit Enten-Flossen und einen Schwanz wie die Biberdame. Ein echter Wolpertinger!
Agnes bremste meine Begeisterung: „Lass dir doch keinen Waschbären aufbinden. Das ist ein Schnabeltier – kein Wolpertinger. Sie leben in Australien, haben einen biberähnlichen Schwanz und keine richtigen Zähne, sondern Hornplatten am Ober- und Unterkiefer – wie viele Wale. Schnabeltiere haben Giftsporne an den Hinterbeinen. Sie können an Landschnell rennen, dabei bewegen sich Vorder- und Hinterbeine jeweils synchron. Das ist sonst typisch für viele Echsenarten. Schnabeltiere zählen zu den Säugetieren, aber sie legen Eier. Die kleinen Schnabeltierchen und leben nach der Geburt von der Milch der Mutter.“ Eure Paula