München/Karlsfeld – Die Betreiber eines Tattoo-Studios in Karlsfeld im Kreis Dachaumüssen langjährige Haftstrafen im Gefängnis absitzen. Die beiden 33-jährigen Männer und ihr Kurierfahrer wurden gestern vom Landgericht München zu fünf und sechs Jahren verurteilt. In ihrem Studio sollen sie mit Drogen in großer Menge gedealt haben. Bei einer Durchsuchung fand die Polizei Kokain, Marihuana sowie 62 000 Euro in bar und Wertgegenstände.
Der Prozess gegen sie fand unter strengen Sicherheitsauflagen statt, weil die Hauptangeklagten der Rockergruppe Hells Angels angehören. Der dritte Angeklagte, ein 35-Jähriger, hatte ihnen die Drogen angeliefert. Die beiden Studiobetreiber räumten die Vorwürfe ein, als ihnen dafür mildere Strafen in Aussicht gestellt wurden. Der Kurierfahrer sagte, er sei in die Drogengeschäfte nicht eingebunden gewesen, der Richter glaubte ihm und verurteilte den Mann nur wegen Beihilfe zu drei Jahren. Die beiden anderen wurden wegen Drogendeals mit Waffen verurteilt, weil sie einen Baseballschläger griffbereit hatten. Sie müssen für fünf Jahre und drei Monate sowie für sechs Jahre ins Gefängnis. Die Haft werden sie überwiegend in Entzugskliniken absitzen. am