Die Geschichte von Schloss Fraunberg

von Redaktion

Schloss Fraunberg zählt zu Bayerns ältesten Wasserschlossanlagen. Bis auf wenige Jahre im 16. Jahrhundert war es immer im Besitz der Fraunbergs. Als wehrhafte Burg wurde es ursprünglich mit einen doppelten Wassergrabenring, einem mächtigen Rundturm und hohen Mauern erbaut. Im heutigen Garten befand sich wohl das mittelalterliche Vorwerk dieser ersten Burg, die auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel im sonst ebenen Erdinger Moos entstand. Erbauer des heutigen Schlosses ist Sifridus von Fraunberg. Sigmund II. von Fraunberg (+1523) vergrößerte es durch Anbauten. Die heutige Form erhielt das Schloss erst, als es nach schweren Schäden im 30-jährigen Krieg ab Mitte des 17. Jahrhunderts wiederaufgebaut wurde. Im Zweiten Weltkrieg waren hier Kriegsgefangene einquartiert, später Ausgebombte und Flüchtlinge. Danach war das Erdgeschoss unbewohnbar. In den 1960er-Jahren führte Familie von Fraunberg erste Renovie- rungsarbeiten durch. Von 1986 bis 1992 wurde von Grund auf saniert. Man begann mit dem zweigeschossigen barocken Dach inklusive der Dachhaut. 1993 wurde die schwer beschädigte, 100 Meter lange, fast kreisrunde Ringmauer wiederhergestellt.

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