Starnberg – Auf dem Starnberger See werden Mitte Oktober weniger Dampfer als geplant unterwegs sein. Grund dafür sind Personalengpässe. Zwei Kapitäne fallen wegen Krankheit über Wochen aus, berichtet Michael Grießer, Geschäftsführer der Seenschifffahrt. „Nicht jeder Kapitän darf jedes Schiff fahren, deshalb können wir Personal nicht so einfach von anderen Seen abziehen.“ Auch insgesamt tut sich die Seenschifffahrt – wie etliche andere Branchen – schwer, Personal zu finden. Deshalb zieht sie Konsequenzen und schränkt das Angebot ein. Nach wie vor gibt es sieben Fahrten ab Starnberg und fünf ab Tutzing. Drei Kurzrundfahrten sind aber gestrichen. Betroffen ist nur der Schiffsverkehr auf dem Starnberger See. Bei den Fahrgästen kam die Änderung gut an, sagt Grießer. Bisher hatten sich viele Ausflügler vorab telefonisch erkundigtet, welche Fahrten stattfinden. „Das wollten wir für den Rest des Sommers vermeiden.“ Aushänge an den Ablegestellen informieren über den neuen Fahrplan.
Die Saison hatte schon mit einer Pannenserie begonnen. Drei Schiffe waren mit technischen Problemen ausgefallen. Auch das Regenwetter macht sich bemerkbar. Trotzdem ist Grießer aber noch optimistisch. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Zahlen nochmal gestiegen. „Und ein schöner Altweibersommer kann noch einiges rausreißen.“ kwo