Garmisch-Partenkirchen – Anfang August war für BMP Greengas am Amtsgericht Karlsruhe ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet worden – nun zeigen sich erste Auswirkungen auf die Region. So erhalten die Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen kein Biomethan mehr.
Die Gemeinde versorgt aktuell 438 Kunden mit Fernwärme. Was in der Biogasanlage in den Loisachauen aus Gartenabfällen und dem Inhalt der braunen Tonnen hergestellt wird, reicht bei Weitem nicht – daher hatte die Kommune mit der BMP Greengas GmbH, einem der größten Biomethan-Händler Europas, einen Vertrag bis 2034 abgeschlossen. Wert: 60 bis 85 Millionen Euro. Auf dem Rechtsweg hatte Vorstand Wodan Lichtmeß erreicht, dass die Lieferungen zumindest bis Oktober gesichert sind. Wie es danach weitergeht, ist unklar. Gründe für das Schutzschirmverfahren waren BMP Greengas zufolge Marktverschiebungen und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, die es dem Unternehmen unmöglich machten, vereinbarte Mengen an Biomethan zu liefern. Bis zum Oktober soll das Schutzschirmverfahren beendet werden. Danach werde die BMP Greengas GmbH, die in München sitzt, nachhaltig saniert sein. tab