Seit dem 10. Jahrhundert ist mit dem Fest Mariä Himmelfahrt eine Kräuterweihe verbunden. Im Volksmund heißt der Festtag auch „Wurzelweihtag“. Einer Legende nach sind Kräuter, die Mitte August gesammelt werden, besonders heilkräftig. Dazu zählen Arnika, Beifuß, Kamille, Johanniskraut, Pfefferminze, Schafgarbe und die Königskerze. Die Kräuter, oft ergänzt mit Kornähren, werden nach altem Brauch zu Büscheln zusammengebunden und am Frauentag in der Kirche geweiht. Sie sollen gegen eine Verzauberung des Viehs, vor Gewitter und Krankheit schützen und Eheglück bringen. Der geweihte Kräuterbüschel wird nach altem Brauch gut aufbewahrt in den Wohnungen und Häusern, unterm Dachfirst, im Stall und in den Scheunen.
BAUERN- UND WETTERREGELN
Im August viel Regen ist dem Wein kein Segen. Um Mariä Himmelfahrt, das wisse, gibt’s die ersten Nüsse.