von Redaktion

Aufgescheucht von den badewütigen Menschen des Dorfes flatterten Ente Klara und ich ans schattige Seeufer. Bei den Kindern der Zweibeiner hatten schon vor ein paar Wochen die Sommerferien begonnen. An jedem warmen Sommertag suchten sie Abkühlung im kalten Seewasser. „Warum können die Dorfbewohner mit ihren Kindern nicht einfach ins Freibad fahren?“, begann ich leicht angesäuert zu schnattern und grummelte weiter vor mich hin: „Wird Zeit, dass es wieder kälter wird, dann haben wir Tiere am See wieder unsere Ruhe!“

„Bevor du dich weiter aufregst, Wetterente Paula“, schnatterte meine Entenfreundin, „erzähle mir lieber, seit wann die Zweibeiner eigentlich Freibäder haben.“ Ich schaute Klara verdutzt ein paar Sekunden an und musste überlegen, ehe ich zu quaken anfing: „In der Antike war die Badekultur bei den Zweibeinern sehr beliebt. Die Ägypter schätzen ihre Bäder, und die Griechen und Römer bauten sogar richtige Thermen. Aber im Mittelalter gerieten das Baden und die Körperhygiene in Verruf und in Vergessenheit. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts kam das Baden bei den Menschen wieder in Mode und in England entstanden die ersten Seebäder.“

Eure Paula

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