Bergsteiger findet Leiche von vermisstem Wanderer

von Redaktion

73-Jähriger hatte sich offenbar verstiegen

Garmisch-Partenkirchen – Ein seit Tagen vermisster 73-jährige Münchner ist offenbar bei einem Sturz im Wettersteingebirge ums Leben gekommen. Vermutlich hatte sich der Bergsteiger im alpinen Gelände verstiegen. Ein Wanderer fand nun am Wochenende die Leiche des Mannes oberhalb der Höllentalangerhütte bei Garmisch-Partenkirchen – im Bereich des sogenannten Schafsteigs auf etwa 1600 Metern Höhe.

Vorausgegangen war eine tagelange Suchaktion der Rettungskräfte. Der Münchner war bereits am 22. September als vermisst gemeldet worden, nachdem er von einer Bergtour nicht zurückgekehrt und auch nicht erreichbar war. Das genaue Ziel hatte er seiner Familie nicht mitgeteilt. Erst mit einer Peilung des Mobiltelefons stellte sich heraus, dass der Rentner zuletzt im Bereich des Kreuzecks bei Garmisch-Partenkirchen ins Funknetz eingeloggt hatte. Am Parkplatz der Kreuzeckbahn fand die Polizei schließlich sein Auto.

Daraufhin suchten die Retter tagelang. Allerdings zunächst ohne Erfolg, auch wegen der schlechten Witterung. So waren die höheren Lagen mit einer Schneedecke überzogen, die Sicht war beschränkt. Polizei und Bergwacht suchten ein Straßen- und Wegenetz von rund 23 Quadratkilometern ab, bis ein Wanderer den Toten durch Zufall fand.

Die Alpine Einsatzgruppe appelliert, die Wandertouren gut zu planen. Hierbei sei nicht nur die passende Ausrüstung entscheidend, Wetter und Kondition müssten ebenfalls in die Überlegungen miteinbezogen werden. Außerdem sei es sinnvoll, Angehörige oder Freunde über das Vorhaben zu informieren. ANDREAS SEILER

Artikel 1 von 11