Bad Wiessee – „Danke, danke, danke!“, jubelt Sabine Arzberger. „Es haben so viele Menschen gespendet, dass die Landeskirche unser Finanzierungskonzept akzeptiert und einen Zuschuss von 400 000 Euro gewährt hat. Ich bin überglücklich“
Seit ihrem Hilferuf Mitte März diesen Jahres hatte die engagierte Pfarrerin binnen weniger Monate 137 000 Euro gesammelt. Die Zeit drängte: Der Zuschuss der Landeskirche – und damit die Hälfte der ermittelten Sanierungskosten – musste noch im Juli beantragt werden.
Der bauliche Zustand der evangelisch-lutherischen Friedenskirche war nach einem Hagelschaden im August desolat. Etwas zeitverzögert fiel dann auch noch ein Baum auf die nördliche Kirchenseite. Inzwischen ist der Turm eingerüstet und das Gotteshaus offiziell geschlossen.
Die Sonntags-Gottesdienste und Veranstaltungen, die in der Friedenskirche angesetzt waren, werden bis auf Weiteres in der Auferstehungskirche in Rottach-Egern stattfinden.
„Jetzt geht es endlich mit der Sanierung los“, sagt Sabine Arzberger. „Jetzt braucht es Geduld, Durchhaltevermögen und Flexibilität, denn die Bauarbeiten werden nicht von heute auf morgen erledigt sein.“ Im ersten Abschnitt soll die Turmkuppel, durch die es einregnete, in Angriff genommen werden. Sabine Arzberger hofft, dass auch das Dach noch vor dem Winter drankommt. Für die anderen Gewerke sollen nun Angebote eingeholt und vergeben werden, damit es im Frühjahr weitergehen kann. ALEXANDRA KORIMORTH