Bär reißt Schafe im Lechtal

von Redaktion

Madautal – Monatelang war es ruhig um die Bären im Grenzgebiet von Bayern und Tirol: Ab und an tappte ein Bär im Außerfern bei Reutte in eine Fotofalle. Das letzte Mal, dass ein Bär in Tirol Nutztiere gerissen hat, war am 18. Mai in Weißenbach am Lech. Kurz nachdem am 1. Oktober in Kaisers im oberen Lechtal ein Bär wieder in eine Fotofalle tappte, bemerkte ein Landwirt im benachbarten Madautal, dass ihm Dutzende Schafe fehlten. Mehrere Kadaver wurden entdeckt. In der Nähe fanden sich Bärenspuren. Es wurden 23 Schafe gerissen. Bezirksjägermeister Martin Hosp vermutet, dass es sich um den Bären handelt, der sich zuvor monatelang nahe der bayerischen Grenze am Plansee aufhielt. „Ich schätze, dass er etwa 300 Kilo wiegt.“ Er vermutet, dass es einen weiteren Bären gibt, der sich vom Lechtal ins Allgäu abgesetzt habe. Norbert Gleirscher, Sprecher des Tiroler Vize-Landeshauptmanns Josef Geisler, berichtet: „Wenn ein Bär zuschlägt, sind die Schäden riesengroß.“ Insgesamt würden aber viel mehr Nutztiere durch Wölfe in Tirol erlegt. So waren Wölfe 2022 für über 300 tote Schafe verantwortlich, Bären nur für 25. we

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