16. BIS 22. OKTOBER NAMENSTAGE
16. Hedwig, Gallus 17. Ignatius 18. Lukas 19. Paul vom Kreuz 20. Wendelin 21. Ursula 22. Cordula Hedwig, um 1174 als Tochter des Andechser Grafen Berthold IV. geboren, ist eine der großen Gestalten des Heiligen Berges. Sie zählt zu den großen Frauengestalten des Mittelalters. Nach einer Erziehung im Frauenkloster Kitzingen wurde sie mit zwölf Jahren mit dem jungen Herzog Heinrich I. von Schlesien verheiratet, den sie bei der Missionierung seines Landes unterstützte. Hedwig holte auch Orden ins Land und erbaute zahlreiche Klöster. Nach dem Tod ihres Mannes 1238 zog sie sich in das Kloster Trebnitz zurück, wo sie 1243 starb. Hier ist ihr Grab, Reliquien befinden sich auch im Kloster Andechs.
BRAUCHTUM
Der Hundertjährige Kalender ist aus den Aufzeichnungen des Abtes Mauritius Knauer im Kloster Langheim bei Lichtenfels entstanden. Er beobachtete das Wetter sieben Jahre, von 1652 bis 1658, und ordnete seine Erkenntnisse nach den damals üblichen astrologischen Kategorien. Er glaubte, gewisse Gesetzmäßigkeiten zu erkennen und stellte jedes Jahr unter die Regentschaft eines Planeten gemäß dem mittelalterlichen Weltbild. Seiner Schrift gab der Mönch den Namen „Calendarium oeconomicum practicum perpetuum“ – „Immerwährender Hauskalender“. Mauritius Knauer wollte mit seinen Aufzeichnungen vor allem der klösterlichen Landwirtschaft dienen. Der Hundertjährige Kalender ist meteorologisch nicht anerkannt.
BAUERN- UND WETTERREGELN
Oktober Sonnenschein schüttet Zucker in den Wein. Zu St. Gallen muss der Apfel fallen.