Als wir gestern Hofhund Benno besuchten, kratze er sich und bellte, er habe Flöhe. „Du Armer“, schnatterte Agnes mitfühlend. „Weißt du denn, wo du sie dir geholt hast?“, wollte sie wissen. „Bestimmt vom Flohmarkt, oder?“, schaltete sich Klara ein.
Ich musste lachen, schließlich weiß ich, dass man auf einem Flohmarkt keine Flöhe kaufen kann. „Aber woher kommt dann der Name?“, wollte Klara wissen. „Da muss ich etwas ausholen“, meinte Agnes und schob sich ihre Brille zurecht. „Die Anfänge des Flohmarkts gehen ins 18. Jahrhundert in Paris zurück. Auf einem marché aux puces, wie man auf Französisch sagt, also einem Markt mit Flöhen, waren damals viele ärmere Leute, die schon gebrauchte und schmutzige Kleidung trugen. Und so ließ sich darin gerne auch mal ein Floh nieder. Wenn jemand dann ein gebrauchtes Kleidungsstück erstand, kaufte er unfreiwillig auch dieses Ungeziefer mit und musste sich fortan mit ihm herumplagen. Flöhe sind sehr unangenehm, sie beißen und saugen Blut. Außerdem sind sie so winzig, dass man sie kaum sehen kann. Und zu jener Zeit gab es auch noch nicht so hilfreiche Mittel gegen solche Plagegeister wie heute. Man wurde sie also schlecht wieder los.“
Eure Paula