München – Der Bund Naturschutz in Bayern findet Skilager und Skikurse an Schulen nicht mehr zeitgemäß und fordert ein neues Konzept. „Aufgrund der Klimakrise werden inzwischen fast überall Schneekanonen benötigt, um einen Skibetrieb zu ermöglichen“, erklärte der BN-Vorsitzende Richard Mergner. „Schneekanonen verursachen umfangreiche Baumaßnahmen am Berg sowie einen erheblichen Energiebedarf, ihr Einsatz widerspricht fundamental dem Prinzip der Nachhaltigkeit, das für die Schulen inzwischen ein wichtiges Unterrichtsprinzip darstellt.“ Außerdem hätten sich die Kosten fast verdoppelt, was viele Familien vor Probleme stelle. „Alpinskifahren ist kein Breitensport mehr“, sagte Axel Doering, Sprecher des BN-Landesarbeitskreise Alpen. Als Beispiel nannte der BN das Gymnasium Bruckmühl, wo die Kosten für Skikurse inzwischen von 250 Euro auf 400 Euro gestiegen seien. „In Zeiten der Inflation macht es keinen Sinn, Geld für Ausrüstung, Skipass, Transport und Unterbringung auszugeben, damit Kinder zum ersten und womöglich letzten Mal die Skier anschnallen können“, sagte BN-Sprecher für Umweltbildung, Hans Jürgen Fahn. Die Naturschützer schlagen stattdessen „Wintererlebniswochen“ vor, bei denen auch andere Naturerlebnisse möglich seien. „In Bayern entscheidet die jeweilige Schulgemeinschaft eigenverantwortlich und nach sorgfältiger Überlegung über die Ausgestaltung und Durchführung von Schülerfahrten“, teilte das Kultusministerium mit. mm/dpa