München – Das, was sich am Samstagnachmittag in Giesing abgespielt hat, kann als kleines Weihnachtswunder bezeichnet werden. Denn: Als sein Wagen von Stangen eines herabstürzenden Baugerüsts durchlöchert wurde, überlebte ein Mann im Inneren des Autos das mit leichten Blessuren. „Er wurde lediglich leicht am Finger verletzt“, teilte die Feuerwehr mit.
Inzwischen ist klar, dass sich der dabei entstandene Schaden auf rund 200 000 Euro beziffert. Die Ermittler der Kriminalpolizei prüfen nun mögliche rechtliche Verstöße im Rahmen des Vorfalls.
Zu dem Unfall an der Grünwalder Straße kam es zu einem Zeitpunkt, als Sturmtief „Zoltan“ in der Stadt wütete. Gegen 12.14 Uhr sorgte der Wind dafür, dass das Gerüst an dem mehrstöckigen Wohnhaus nachgab. Die Stangen schlugen in insgesamt drei Fahrzeuge ein. Unter anderem in den Mercedes des Vaters, der im Auto auf seinen Sohn gewartet hat. Laut Feuerwehr befand sich sein Kind beim Einsturz unter dem Gerüst und wurde auch von einer Stange getroffen. Dadurch wurde er aber – und das ist das zweite Weihnachtswunder von Giesing – nicht verletzt. Sein Vater hatte sich angesichts der einschlagenden Stangen rechtzeitig geduckt. nah