Sechs Tage lang tobte in Oberbayern Sturmtief „Zoltan“ – am Ammersee krachten teils meterhohe Wellen gegen das Ufer. Jetzt werden vor allem in der Herrschinger Bucht die gewaltigen Folgen sichtbar. In der Bilanz der Gemeinde heißt es, dass zehn Stege, davon drei Gemeindestege, zerstört wurden. Ufermauern wurden unterspült, Müll und Treibholz angeschwemmt. Zahlreiche Bänke versinken fast im aufgespülten Kies, wie das Bild mit der Familie zeigt. Herrschings Bürgermeister Christian Schiller (auf dem Bild links) zeigt sich erschüttert, er beziffert den Schaden auf mehrere hunderttausend Euro. Allein 200 000 Euro dürfte der Wiederaufbau der drei Stege am Seespitz und beim Sportplatz kosten, wozu sogar ein Bauantragsverfahren beim Landratsamt Landsberg erforderlich sei, erklärte er. Wie hoch der Schaden an der Ufermauer nördlich des Dampferstegs sei, lasse sich noch nicht abschätzen. Auf einer Länge von mehreren Dutzend Metern ist die Mauer hinterspült, sind Steine locker und Risse entstanden. Die Bauhofmitarbeiter haben aber schon mit Reparaturarbeiten begonnen. Auch viele Privatleute helfen beim Aufräumen. fotos: Andrea Jaksch