von Redaktion

Gestern war Klara wie ein aufgescheuchtes Huhn zu mir geflattert. „Ich mache mir große Sorgen um Waldemar, ich habe seit fast zwei Wochen nichts von ihm gehört“, schnatterte sie besorgt. Wir flogen zu seinem Zuhause und schlüpften hinein. Der Waschbär lag in seinem Bettchen und schlief. Wir waren erleichtert. Und mir fiel ein, dass Waldemar schon im vergangenen Winter für einige Monate in seinem Bau verschwunden war. Ich erklärte: „Es gibt verschiedene Strategien, wie Tiere im Winter die Kälte und die Nahrungsknappheit überstehen. Kleine Säugetiere wie Igel, Fledermäuse oder Murmeltiere halten einen Winterschlaf. Die Körpertemperatur wird währendessen stark abgesenkt – so sparen die Tiere Energie. Nur manchmal wachen sie auf, fressen aber über den gesamten Winter nichts.“ Ich schnatterte weiter, dass es auch Tiere gibt, die sich nur ausruhen und ihre Körpertemperatur nicht so stark absenken. Außerdem wachen sie auf, um zwischendurch zu futtern. Diese Strategie heißt Winterruhe. „Waschbären, Dachse und Braunbären verfolgen diese Strategie“, flüsterte ich, um Waldemar nicht zu stören. Fische, Frösche, Schildkröten und Insekten verfallen bis zum Frühling in eine Winterstarre. Eure Paula

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