Widerstand gegen Ehrwalder Windkraft-Pläne

von Redaktion

Projektidee über dem Eibsee stößt auf Ablehnung bei den bayerischen Nachbarn

Ehrwald – Der Eibsee an der Zugspitze gilt als Juwel unter Bayerns Bergseen. Geht es nach den Plänen eines Windparkbetreibers aus Wien, werden sich bis 2031 über den Felshängen im Südwesten des Sees elf bis zu 230 Meter hohe Windräder drehen – auf Tiroler Gebiet, aber direkt an der Grenze zu Bayern.

In der Tiroler Grenzgemeinde Ehrwald, auf deren Gemarkung der Windpark entstehen soll, gab es am Montag eine Infoveranstaltung. Dort sprachen sich laut ORF 60 Prozent der etwa 250 Besucher gegen den Windpark auf dem 1608 Meter hohen Bergrücken aus. Das gilt aber nur als erstes Stimmungsbild, Ehrwalds Bürgermeister Markus Köck will die Bürger in einem Bürgerentscheid abstimmen lassen.

Der Bürgermeister der bayerischen Nachbargemeinde Grainau, Stephan Märkl (CSU), fiel aus allen Wolken, als er von dem Projekt erfuhr. Dass sich oberhalb des Touristenorts Windräder drehen sollen, ist für ihn „inakzeptabel“. „Man würde mindestens eines oder zwei der Windräder direkt vom Eibsee aus sehen.“ Es handele sich um touristisch genutzten Bergwald: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass man da die Wege hinbauen kann, die für den Aufbau der Windräder notwendig wären.“

Christoph Bruny von der Projektfirma „Im Wind“ widerspricht: Die Wege seien gut ausgebaut. Im letzten Stück müsste man die Zuwegung ertüchtigen und verbreitern sowie einige Kurven ausbauen.  we

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