Das Taubenkot-Dilemma

von Redaktion

Bei Vertreibungsaktion bricht Decke ein – Kino muss schließen

Schongau – Schongau kämpft gegen eine Taubenplage. Doch die jüngste Vertreibungsaktion hätte für die ehrenamtliche Taubenbetreuerin tragisch ausgehen können. Sie war mithilfe einer Drehleiter in den Dachgiebel des historischen Lagerhauses in der Altstadt gestiegen, um zu kontrollieren, ob alle Tiere das Gebäude verlassen hatten, bevor dort die Giebelfenster verschlossen werden. Dabei trat sie durch die Decke. Unter dem Dachgiebel befindet sich das Lagerhaus-Kino. Wegen der zehn bis 15 Zentimeter hohen Schicht Taubenkot war nicht zu erkennen gewesen, dass es sich bei dem Dachboden um keine tragende Fläche handelt, sondern nur um eine leichte Konstruktion. Die Frau hatte Glück, sie hätte auch fünf Meter in die Tiefe stürzen können.

Die Kinodecke ist nun stark beschädigt. Die Rigipsplatten weisen großflächige Risse auf, die Decke löst sich an mehreren Stellen über dem Vorführraum. Es rieselt bereits Taubenkot aus dem Dachboden auf die Kinositze, mittlerweile riecht man ihn auch. Die Kinovorführungen mussten deswegen vorerst abgesagt werden. Wie groß der Schaden ist, lässt sich noch nicht abschätzen. Auch wann das Kino wieder öffnen kann, ist noch unklar.  re

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