Jetzt ist der Fasching also vorbei, denn heute ist Aschermittwoch. „Warum heißt der Tag eigentlich so?“, hatte Klara vor ein paar Tagen mal gequakt, als ich mit ihr frühstückte. Wir beschlossen, unsere Hühnerfreundin Benedicta am Bauernhof zu fragen.
Sie hatte früher am Hühnerhof eines Pfarrers gewohnt und weiß über die kirchlichen Bräuche der Zweibeiner gut Bescheid.
„Ihr wisst doch, dass die Zweibeiner jedes Jahr diese hübschen Buschen mit den Weidenkätzchen binden und weihen lassen und dann in ihren Wohnungen und Häusern aufstellen?“, gackerte Benedicta. „In diesen Palmbuschen sind übrigens Zweige von sieben verschiedenen Pflanzen, aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls werden diese Palmbuschen vom letzten Jahr am Aschermittwoch verbrannt.“ Benedicta erklärte uns, dass die Priester den gläubigen Zweibeinern bei einer Feier in der Kirche mit dieser Asche aus den Palmbuschen ein Kreuz auf die Stirn malen. „Das Kreuz soll die Zweibeiner darüber nachdenken lassen, was sie im vergangenen Jahr vielleicht nicht so gut gemacht haben und besser machen könnten. Und es soll sie erinnern, dass das Sterben zum Leben gehört und es aber immer einen neuen Anfang gibt.“ Eure Paula