IN KÜRZE

Nach 33 Jahren: Keine Spur vom Mörder Genditzki dankt seinen Helfern

von Redaktion

Vor über 33 Jahren stirbt der 16-jährige Bäckerlehrling Klaus Berninger im unterfränkischen Wörth am Main einen gewaltsamen Tod. Bis heute ist der Mörder unbekannt. Die Polizei hatte den Fall erneut aufgerollt, stellt ihn jetzt aber vorerst wieder ein. Der erhoffte Durchbruch sei ausgeblieben, teilten das Polizeipräsidium Unterfranken und die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg nun mit. Vergangenen Juni hatte die Polizei über die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ um Hinweise gebeten. Dadurch erhielt sie etwa einen Versandkatalog, in dem das gesuchte Springmesser mit der Aufschrift „Super-Automatic“ abgebildet ist. Laut Polizei ist nicht ausgeschlossen, dass Berningers eigenes Messer bei der Tat verwendet wurde.

Vor eineinhalb Jahren ist Manfred Genditzki (63) nach über 13 Jahren unschuldig in Haft aus dem Gefängnis freigekommen, ein gutes halbes Jahr wurde er in einem dritten Prozess um den sogenannten Badewannenmord freigesprochen. Derzeit kämpft sich der Rottacher in sein neues ziviles Leben mit seiner Familie und seinem Beruf zurück. Genditzki hat aber Zeit gefunden, sich in einem offenen Brief bei allen Mitstreitern zu bedanken, die ihm bei seinem Wiederaufnahmeprozess geholfen hatten. In dem handschriftlich verfassten Schreiben heißt es etwa: „Ihre mitfühlende und emotionale Unterstützung hat mir in den schwierigsten Zeiten unglaublich viel bedeutet.“ Und weiter: „Sie haben mich ermutigt weiterzumachen und nicht die Hoffnung aufzugeben.“  we

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