DAS PORTRÄT

Mit 19 in drei Kult-Serien

von Redaktion

Wer die Kult-Serie „München 7“ kennt, kann sich sicherlich an den kleinen frechen Maxi erinnern – und Fans von „Dahoam is Dahoam“ kennen denselben Schauspieler als Yannick. Maxi beziehungsweise Yannick heißt eigentlich Jonas Wittmann. Als er noch im Kindergarten war, stand der heute 19-Jährige zum ersten Mal vor der Kamera. Er ist mit der Schauspielerei also aufgewachsen.

Das hat nicht zuletzt mit seinen älteren Brüdern Julian und Thomas zu tun. Die beiden haben sich vor allem mit ihrem Film „Ausgrissn“ einen Namen gemacht, in dem sie mit der Lederhose und zwei Zündapp-Mopeds nach Las Vegas aufbrechen. Weil die beiden bei einer Schauspielagentur waren, meldete sich auch der dritte Bruder an. „Und beim Schauspiel ist es gut, wenn man so früh wie möglich startet.“

Wittmanns erstes Casting war für „München 7“ – und der damals Sechsjährige bekam direkt die Rolle des Maxi. An die fünf Jahre dort denkt er gerne zurück: „Da wächst man mit dem Team zusammen wie eine Familie.“ Mit Monika Gruber habe er heute noch hin und wieder Kontakt. „Und der Andreas Giebel hat mir immer Geschichten erzählt.“ Für Drehs freizubekommen war in der Grundschule leicht. In der Realschule musste der Lengdorfer jedes Mal mit dem Rektor sprechen. „Aber ich habe immer freibekommen. In den Drehpausen habe ich dann oft gelernt oder Hausaufgaben gemacht.“ Und wie haben die Mitschüler reagiert? „Viele haben schon interessiert nachgefragt – das fand ich natürlich cool. Es war aber auch mal angenehm, wenn es jemandem egal war.“

Nach seinem Abitur im vergangenen Frühjahr überlegt Wittmann nun, eine Ausbildung oder eine duales Studium in Richtung Marketing zu machen. Doch: „Am liebsten wäre mir, wenn ich immer schauspielern könnte – das macht mir am meisten Spaß.“ In Deutschland sei es allerdings schwer, davon leben zu können. Von Ende Oktober bis Anfang Dezember war der 19-Jährige nun beim Dreh der neuen Staffel von „Dahoam is Dahoam“. Dort spielt er seit 2021 die Rolle des Yannick Baumann. Die Staffel, in der sich seine Rolle von einem aufmüpfigen Teenager zu einem reiferen jungen Erwachsenen verändert, läuft derzeit im BR. Über die drei Monate verteilt war Wittmann für insgesamt zehn Drehtage in Dachau. Solche Drehs machen ihm viel Spaß – sind aber auch anstrengend, erzählt er. „20, 30 Sekunden im Film sind oft zwei, drei Stunden Dreh. Man macht oft 20 Mal das Gleiche und muss dabei immer auf alle Einzelheiten achten.“

Um die Trilogie an oberbayerischen Kult-Serien komplett zu machen, war Wittmann auch bei „Hubert und Staller“ dabei: „Einmal mit und einmal ohne Staller“. Das sei ganz anders gewesen als der Dreh von „München 7“: „Christian Tramitz, Helmfried von Lüttichau und Michael Brandner änderten immer recht viel im Drehbuch“, erinnert sich der 19-Jährige.   LEA WARMEDINGER

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