Die Ampel der Zukunft

von Redaktion

Modernste Technik im Test an niederbayerischer Kreuzung

Essenbach – Mit moderner Ampeltechnik soll an einer Kreuzung in Essenbach (Kreis Landshut) künftig der Verkehrsfluss optimiert werden. Dort hat am Montag Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) die „Ampel der Zukunft“ vorgestellt. Sie biete deutlich mehr, als den Verkehr für bestimmte Fahrtrichtungen freizugeben: etwa Vorfahrt für Blaulicht-Fahrzeuge, Abbiegeassistenten und automatische Grünphasen durch Kameraerfassung.

Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Essenbach können von der Ampel eine sofortige Grünphase anfordern: So wird der Weg für die Feuerwehr frei gemacht und andere Autos, die dem Einsatzfahrzeug sonst an der roten Ampel im Weg stehen würden, können somit wegfahren. Mehr Sicherheit im Radverkehr soll ein Kollisionswarner bringen. Das System wird laut Ministerium von einem Kameradetektor mit Künstlicher Intelligenz gesteuert. Ein orangefarbenes Blinklicht am Ampelmast zeigt Gefahr an.

Für Radfahrer gibt es weitere Hilfsmittel: Eine etwa 100 Meter vor der Kreuzung angebrachte Säule ermittelt via Sensor die Geschwindigkeit eines Radfahrers. Auf dieser Basis empfiehlt sie ihm, wie er seine Geschwindigkeit anpassen muss, um die Ampel bei Grün zu erreichen. Zudem sei es möglich, die Grünphase für Radler, die sich der Ampel nähern, zu verlängern.

Eine mit Künstlicher Intelligenz ausgestattete Kamera erkennt, ob Fußgänger die Straße überqueren möchten. Sie fordere dann automatisch eine Grünphase an. Diese Grünphase werde für langsame Fußgänger, etwa Menschen mit Mobilitätseinschränkung, verlängert, hieß es.

Ziel des Pilotprojektes in Niederbayern sei, Erkenntnisse für einen möglichen bayernweiten Einsatz – zum Beispiel an Unfallschwerpunkten – zu gewinnen.

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