Drei Männer prügeln brutal auf Passanten ein

von Redaktion

Die Täter stammen aus Rumänien und waren betrunken – Beide Opfer schwer verletzt

Ansbach – Drei Männer haben in der Nacht auf Sonntag in Ansbach offenbar wahllos Passanten angegriffen und schwer verletzt. Gegen drei Uhr wurde ein 42-Jähriger leblos auf einem Gehweg liegend gefunden. Er hatte massive Verletzungen im Gesicht. Er war von den Männern zu Boden geschlagen worden, danach hatten sie mit den Füßen weiter auf ihn eingetreten. Er erlitt schwere Kopfverletzungen und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Dort wurde er auch gestern noch weiterbehandelt.

Der 42-Jährige war nicht das einzige Opfer der drei Männer. Ein Zeuge hatte die Polizei alarmiert, weil er beobachtet hatte, wie ein 26-jähriger Autofahrer von den Männern am Weiterfahren gehindert wurde. Sie schlugen den Mann ebenfalls zu Boden und traten mit den Füßen gegen seinen Kopf. Anschließend flüchtete das Trio. Auch der 26-Jährige musste in einem Krankenhaus versorgt werden, er wurde gestern aber wieder entlassen.

Die Polizei hatte die drei Täter kurze Zeit später ausfindig gemacht und fuhr zu deren Wohnung. Es handelt sich um drei Rumänen im Alter von 18, 21 und 34 Jahren, die zusammen in einer WG leben. Alle drei waren zuvor schon polizeilich in Erscheinung getreten. „Aber nicht einschlägig“, wie Michael Petzold, Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken berichtete.

Als die Beamten die drei Schläger festnehmen wollten, wurden sie ebenfalls von ihnen angegriffen. Zwei Polizisten wurden in die Hand gebissen. Sie mussten einen Polizeihund und einen sogenannten Taser (ein Elektro-impulsgerät) einsetzen, um die Rumänen zu überwältigen. „Alle drei Männer waren stark alkoholisiert“, sagt Petzold. Sie hatten Werte von rund einem Promille, wie sich später herausstellte.

Der 21-Jährige war bei der Festnahme durch den Taser verletzt worden und wurde im Krankenhaus ambulant behandelt. Die Ansbacher Kriminalpolizei ermittelt gegen die Männer nun unter anderem wegen versuchten Totschlags. Alle drei wurden gestern dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der U-Haft anordnen sollte.

Auch in Dachau kam es am Wochenende zu einem Vorfall, dort waren die Täter sechs Jugendliche zwischen zehn und 13 Jahren – ein Rumäne und fünf Deutsche. Sie sollen zwei Zwölfjährige ausgeraubt haben. Zuvor hatten die Täter die Kindern bedroht und ihre Geldbeutel gefordert. Die Jugendlichen wurden später mit den Geldbörsen gefasst. Wegen ihres Alters drohen ihnen keine strafrechtlichen Folgen.  kwo/dpa

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