IN KÜRZE

Vermisste in dubiose Geschäfte verwickelt? Rechte Parolen im Maibaumstüberl Hohenwaldeck bald wieder geöffnet Zugstrecke immer noch gesperrt AfD: Abmahnung für „Wahlbeobachter“

von Redaktion

Von undurchsichtigen Immobiliengeschäften und schwierigen privaten Verhältnissen hat der Lebensgefährte der mutmaßlich ermordeten Schwangeren vor dem Landgericht Nürnberg berichtet. Der in dem Prozess angeklagte Ex-Partner der Frau habe ihr Geld für Immobiliengeschäfte und andere Projekte ausgegeben, über die sie nicht richtig informiert gewesen sei, sagte der 39-Jährige am Montag. Ständig sei das Geld weg gewesen. Die im achten Monat Schwangere war im Dezember 2022 spurlos verschwunden. Eine Leiche wurde bis heute nicht gefunden.

Die Ebersberger Polizei ermittelt wegen ausländerfeindlichen Parolen, die in der Nacht zum Sonntag im Aßlinger Maibaumstüberl angestimmt worden sein sollen. „Ausländer raus, Deutschland den Deutschen“, sollen Gäste zu dem Lied „L’Amour Toujours“ von Gigi D’Agostino skandiert haben. Michael Kirmaier, Vorstand des örtlichen Trachtenvereins bestätigt das. Er sei fassungslos gewesen, als er davon erfahren habe. Die Täter seien keine Vereinsmitglieder, man wolle sie im Stüberl nicht mehr sehen.  ja

Nach knapp vier Jahren Sperrung soll die Burgruine Hohenwaldeck samt Aussichtspunkt heuer wieder für Besucher öffnen. Die Sanierung des gut 200 Meter über dem Schliersee liegenden Areals läuft seit vergangenem Jahr. Die Eröffnung ist für Herbst geplant.

Anders als geplant war am Montag die Bahnstrecke zwischen Weilheim und Peißenberg weiter gesperrt – zur Überraschung vieler Pendler, die seit Monaten Ersatzbusse nutzen müssen. Hintergrund sind Verzögerungen der Bauarbeiten der Deutschen Bahn. Nachdem im Februar ein Bahndamm abgerutscht war, wird die Strecke saniert, kilometerlange Schwellen und Gleise verlegt. Wann die Züge wieder fahren, ist unklar.

Ihre Reise nach Russland hat für Ulrich Singer, Andreas Jurca und Elena Roon ein Nachspiel. Der AfD-Bundesvorstand mahnte die drei bayerischen Landtagsabgeordneten am Montag ab, wie ein Sprecher auf Anfrage bestätigte. Mehr als eine milde Warnung ist die Maßnahme allerdings nicht. Die drei Abgeordneten waren im März auf Einladung des so genannten Bürgerrats als „Demokratie-Experten“ zur Präsidentschaftswahl nach Russland gereist, bei der Wladimir Putin mit großer Mehrheit wiedergewählt wurde. International gilt die Wahl als stark manipuliert, echte Beobachter waren nicht zugelassen. Nicht nur der Bundesvorstand sieht die Reise kritisch, auch die Landtags-AfD. Man lehne die Reise ab, sagte Fraktionschefin Kathrin Ebner-Steiner damals. Die AfD steht wegen ihrer Kreml-Nähe immer wieder in der Kritik.

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