von Redaktion

Als in der vergangenen Woche das Wetter noch so richtig schön war, saßen wir Enten gut gelaunt am Seeufer. Von der gegenüberliegenden Seeseite drang laute Musik zu uns. Interessiert blickten wir rüber und sahen eine Menge fröhlicher Leute. „Was ist da los? Feiern die eine Hochzeit?“, wollte ich von Agnes wissen. „Möglich“, quakte sie. „Aber ich sehe gar kein Brautpaar. Vielleicht ist es auch ein Hoagartn.“ Klara blickte auf und schnatterte irritiert: „Was für ein Garten?“

Da schob sich Agnes ihre Brille auf dem Schnabel zurecht und erklärte, dass in Hoagartn das Wort Garten drinsteckt. „Auf Hochdeutsch übersetzt heißt es Heimgarten“, quakte sie. „Das gibt es schon seit hunderten von Jahren. Damals trafen sich Freunde und Nachbarn im Garten, um sich zu unterhalten, den neuesten Dorfklatsch auszutauschen, Karten zu spielen, Musik zu machen und zu tanzen. Es waren gesellige Zusammenkünfte, aus denen mitunter auch Ehen hervorgingen. Im Lauf der Zeit verlagerten sich diese Veranstaltungen in Wirtshäuser, aber der Name ist geblieben, wenn er auch überall ein wenig unterschiedlich klingt, etwa Hoagascht, Huigart, Hoimgarta. Man kennt es vielerorts, vor allem in Bayern, Österreich und Südtirol.“ Eure Paula

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