Pastetten – Der Wintereinbruch hat viele Autofahrer am Wochenende überrascht. Es kam auf zahlreichen Straßen zu Glätteunfällen.
Auf der A94 setzte zwischen den Anschlussstellen Pastetten und Lengdorf in Landkreis Erding am Nachmittag plötzlich ein starker Hagelschauer ein. Die Fahrbahnen waren binnen Sekunden weiß bedeckt, wie die Verkehrspolizeiinspektion Hohenbrunn mitteilte. Mehrere Autos kamen ins Rutschen. Es entstand ein Sachschaden von rund 55 000 Euro. Die Autobahn war zwei Stunden gesperrt.
15 Menschen wurden bei einer Massenkarambolage am Samstagvormittag auf der Autobahn 70 in Oberfranken verletzt. 29 Fahrzeuge waren beteiligt. Als Unfallursache nannte die Polizei Starkregen und Hagel in Verbindung mit überhöhter Geschwindigkeit. Die Schadenshöhe beläuft sich auf 300 000 Euro. Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort, darunter 130 Feuerwehrleute, sechs Notärzte und 70 Rettungssanitäter. Drei Rettungs- und ein Polizeihubschrauber waren im Einsatz, dazu 15 Rettungswagen. 32 Menschen wurden am Feuerwehrhaus Thurnau betreut und versorgt. Die A70 war zwischen Schirradorf und Thurnau-West in beide Richtungen gesperrt.
Auf der A95 zwischen den Anschlussstellen Ohlstadt und Kochel am See kam es gestern Nachmittag zu einem schweren Unfall mit mehreren Fahrzeugen. Die Autobahn musste in Richtung München ab Eschenlohe komplett gesperrt werden – auch weil ein Rettungshubschrauber angefordert wurde. Sechs Fahrzeuge sind kollidiert, es gab einen Toten und mehrere Verletzte.
Es war bereits der zweite schwere Unfall im Landkreis Garmisch-Partenkirchen am Wochenende. Eine 21-Jährige war Samstagfrüh auf der Bundesstraße 2 mit ihrem Auto auf die Gegenfahrbahn geraten und frontal mit dem Auto eines 52-Jährigen kollidiert. Die junge Frau erlitt lebensgefährliche Verletzungen, der 52-Jährige und seine Beifahrerin wurden schwer verletzt. Die B2 war für vier Stunden gesperrt.
Auch auf der Flughafen-Tangente prallten wegen Schneeschauern am Sonntagmittag zwei Autos zusammen. Sieben Menschen wurden leicht verletzt, darunter auch ein vierjähriges Kind. Sie wurden alle in umliegende Krankenhäuser eingeliefert.
Im Unterallgäu kam es ebenfalls zu einem Frontalzusammenstoß. Zwei Menschen wurden bei Eppishausen schwer verletzt. Vermutlich war ein 20-Jähriger mit seinem Wagen auf der regennasser Fahrbahn ins Rutschen geraten.
Im niederbayerischen Kelheim ist eine 69-jährige Frau bei einem schweren Unfall ums Leben gekommen. Sie war mit ihrem Wagen auf einer Bundesstraße in den Gegenverkehr geraten. Dort stieß sie mit dem Auto samt Anhänger eines 43 Jahre alten Mannes zusammen. Die 69 Jahre alte Frau erlag noch vor Ort ihren schweren Verletzungen. Ihre 50 Jahre alte Tochter, die auf dem Beifahrersitz gesessen hatte, kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Sie schwebte nicht in Lebensgefahr.