Gestern beobachteten Agnes, Klara und ich, wie der Sohn vom Bauern mit Hofhund Benno spielte. Sobald der Bub ein Stöckchen weit weg über die Wiese warf, galoppierte Benno hinterher. „Das sieht lustig aus, wie Benno da über die Wiese prescht“, gluckste Klara. „Fast so, als würde er fliegen.“ Agnes nickte: „Das liegt am Passgang“, erklärte sie und fuhr fort: „Der Passgang ist eine Gangart von Vierbeinern. Dabei werden die beiden Beine auf einer Seite gleichzeitig angehoben und es entsteht eine abwechselnde Bewegung der jeweils rechten oder linken Beine. Wenn also beispielsweise das rechte Hinterbein und das rechte Vorderbein gleichzeitig abgesetzt werden, schwingt das entgegengesetzte linke Beinpaar in die Luft und nach vorn und danach wieder die beiden rechten Beine. Bei Giraffen, Kamelen, Elefanten oder Bären zum Beispiel ist der Passgang die überwiegend genutzte Art der Fortbewegung.“ „Und wie nennt man das, wie Benno normalerweise läuft?“, wollte ich von Agnes wissen. „Hunde laufen üblicherweise im Kreuzgang“, schnatterte sie. „Dabei setzen die am Rumpf schräg gegenüberliegenden Extremitäten gleichzeitig auf, also rechter Vorderlauf und linker Hinterlauf.“ Eure Paula