Regensburg – Rätselhaftes Verbrechen in Regensburg: Im Kofferraum eines Kleinwagens wurde am Samstagvormittag eine Tote entdeckt. Es handelt sich um eine 19-Jährige aus dem Landkreis Cham. Ein 55-Jähriger wurde als Tatverdächtiger festgenommen. Zeugen hatten der Polizei den Opel in einer Parkgarage gemeldet, da eine Seitenscheibe eingeschlagen war. Als Polizeibeamte das Fahrzeug vor Ort untersuchten, entdeckten sie die Tote im Kofferraum.
Der Auffindesituation zufolge handelte es sich bei der Toten um das Opfer eines Gewaltverbrechens. Die Spurensicherung untersuchte den Tatort bis in die Abendstunden. Die Obduktion fand erst am Sonntag statt. Das Opfer deutscher Staatsangehörigkeit stamme aus dem Landkreis Cham, hieß es. Noch am Samstag wurde laut Polizei ein 55-Jähriger als Tatverdächtiger nördlich von Regensburg festgenommen. Nach Informationen unserer Zeitung stammt er aus dem Landkreis Schwandorf. Es handelt sich dem Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, Michael Zaschka, zufolge um einen deutschen Staatsangehörigen aus dem privaten Umfeld der Toten, allerdings ist er kein Verwandter.
Unklar ist, wie lange das Auto mit der Toten bereits in der Tiefgarage des Baumarktes stand, in dem sich auch ein Fitnessstudio befindet. Das Tor der Tiefgarage wird daher nie geschlossen, obwohl ein Schild darauf hinweist, dass das Tor ab 20 Uhr geschlossen wird. Laut „Bild“ war die junge Frau am Freitagabend noch lebend gesehen worden. Ob der Fundort der Leiche auch der Tatort ist, konnte die Polizei nicht sagen. Das Auto war auf ihre Eltern angemeldet, wurde aber meistens von der jungen Frau benutzt.
Die Staatsanwaltschaft müsse nun entscheiden, so Zaschka, ob der Tatverdächtige einem Ermittlungsrichter vorgeführt wird. Weitere Ergebnisse erhofft sich die Polizei von der Auswertung der Telefondaten und Social-Media-Aktivitäten des Opfers.
JOHANNES WELTE