Vorgestern haben Waldemar und ich auf der Landstraße ein Reh gesehen, das fast von einem Auto überfahren worden wäre. Dabei knickte es sich den Knöchel um, da hätte aber auch wirklich Schlimmeres passieren können. Waldemar brummelte: „Dieses Mal ist ja alles gut gegangen. Ich quakte stock(enten)sauer: „Gut gegangen? Der Autofahrer hätte stehen bleiben müssen und dem armen Reh helfen! Stattdessen hat er Unfallflucht begangen. So nennt man es, wenn sich ein Zweibeiner unerlaubt von einem Unfallort entfernt – ohne zu helfen, die Polizei zu alarmieren oder sich mit dem Unfallopfer oder anderen Beteiligten zu verständigen. Meistens fliehen die Täter, um einer Strafe zu entkommen. Es ist nicht nur ärgerlich, wenn du nicht weißt, wer eine Delle in dein Auto gefahren hat. Wer keine Hilfe leistet, setzt auch Menschenleben aufs Spiel. Darum gibt es hohe Strafen für alle, die sich nach einem Unfall aus dem Staub machen. Das gilt auch für Zweibeiner, die an dem Unfall gar nicht beteiligt sind, aber helfen könnten und müssten. Unterlassene Hilfeleistung nennt man das.“ Waldemar meinte, er wüsste ja gar nicht, wie er helfen sollte. Deshalb beschlossen wir, bald zusammen einen Erste-Hilfe-Kurs zu machen. Eure Paula