DAS PORTRÄT

App-Entwickler mit großen Zielen

von Redaktion

Bastian Friedrich aus Altenerding. © Daniela Oldach

Bastian Friedrich ist erst 17 Jahre alt und hat schon eine App entwickelt. Sie heißt Laxout und hilft Physiotherapie-Patienten dabei, zu Hause ihre Übungen zu machen und ihre Fortschritte festzuhalten. Mit dieser Idee hat der Gymnasiast auch einen Nachwuchswettbewerb gewonnen.

Ernst Busch hatte Bastian Friedrich sofort mit seiner Idee überzeugt. Der betreibt eine physikalische Therapiepraxis in Erding. Als er von der neuen App des 17-Jährigen erfuhr, war er sofort bereit, mit ihm zusammenzuarbeiten. „Junge Menschen muss man fördern“, findet er. Das Konzept der App Laxout ist einfach: Patienten können sie sich runterladen. Dann werden dort individuelle Trainingspläne eingestellt, die der Physiotherapeut an die jeweiligen Bedürfnisse seiner Patienten anpasst. So können sie zu Hause üben und ihre Fortschritte digital festhalten. Sie finden in der App auch vorinstallierte Übungen für den Nacken, den mittleren und den unteren Rückenbereich sowie für den Schultergürtel. Außerdem gibt es einen Chat, falls die Patienten fragen zur App oder zu den Übungen haben.

Bastian Friedrich tüftelt und programmiert gerne. Er hat es sich mit der Hilfe von Online-Kursen selbst beigebracht. So kam es, dass er schon mit 17 seine erste App entwickelt hatte. Ernst Busch ist nicht der einzige Physiotherapeut, der davon überzeugt ist. Auch Teresa Scheeser unterstützt Bastian Friedrich. Gefördert wird er außerdem vom Gründerzentrum Grafing und natürlich von seiner Familie. Eigentlich wollte er zuerst eine Rücken-App für Jugendliche programmieren. Doch das scheiterte an der Finanzierung. Das hat Friedrich hart getroffen. „Aber aus Niederlagen wächst man“, sagt er rückblickend. Nun arbeitet er täglich mindestens zwei Stunden an seinem Start-up. Schon jetzt ist für ihn klar, dass er nach dem Abitur Informatik studieren will. „Theoretisch habe ich schon noch einige Wissenslücken.“

Bei der Start-up Teens Bayern-Challenge gelang es ihm, mit seinem Konzept auch die Jury zu überzeugen. Mehr als 100 Teilnehmer waren am Start. Bastian Friedrich kam mit seiner App unter die Top Fünf und gewann schließlich sogar das Finale. Das Preisgeld will er in die Weiterentwicklung und das Marketing für seine App investieren. Insgeheim träumt er auch davon, sie in der TV-Gründersendung „Die Höhle der Löwen“ vorzustellen. „Die Chancen sind zwar minimal, aber vielleicht probiere ich es trotzdem“, kündigt er an. „Es wäre schon cool, mal vor Investor Carsten Maschmeyer zu stehen.“ DANIELA OLDACH

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