von Redaktion

Gestern waren wir in der Pinakothek der Moderne.

„Kämpfende Formen“, las Klara quakend vor, als wir vor einem Bild eines Künstlers mit dem Namen Franz Marc standen. Es zeigte etwas Schwarzes, das mich an ein großes Wollknäuel erinnerte, und etwas Rotes, das ein bisschen wie eine Krake aussah. Dr. Berta Raspelzahn hatte uns erklärt, dass wir im Museum viel abstrakte Kunst sehen würden. „Das Bild hier ist wohl so eine abstrakte Kunst“, quakte ich. Berta hatte erklärt, dass es bei abstrakter Kunst um Formen und Farben geht. Die Zweibeiner sagen dazu auch gegenstandslose Kunst. Wer so ein Bild ansieht, soll dabei etwas fühlen. Die Farben spielen eine große Rolle. Schwarz kann für etwas Düsteres stehen, Rot für etwas mit Temperament und Gelb für Licht und Sonne. Wir betrachteten das Bild. „Würde man es drehen, könnte es auch ,Brennender Kohlebaum’ heißen“, schnatterte Klara. „Oder ,Feuervogel verlässt sein Nest’“, quakte Agnes, und ich schlug vor: „,Krake kuschelt sich an schwarzes Schaf’.“ Klara und Agnes schauten mich grinsend an. „Wo siehst du denn ein Schaf?“, schnatterte Klara. „Na ja“, quakte ich, „es dreht uns halt den Hintern zu.“ Wir lachten und gingen dann weiter durch die Ausstellung. Eure Paula

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