Gewitternacht mit Folgen

von Redaktion

Viele Einsätze: 84-Jährige in Straubing in Keller eingeschlossen

München – Mitunter heftige Gewitter und Starkregen haben in der Nacht auf Dienstag in Teilen Bayerns zu vollgelaufenen Kellern, Stromausfällen, überschwemmten Straßen und Bränden geführt.

Im niederbayerischen Straubing mussten Einsatzkräfte eine ältere Frau aus einem Keller retten, die vom Wasser eingeschlossen worden war. Die Frau hatte ein Ventil schließen wollen, war dann gestürzt und hatte die Kellertür wegen des eindringenden Wassers nicht mehr selbst öffnen können. Streifenpolizisten schlugen mit einem Vorschlaghammer und einer Axt ein Loch in die Tür, damit das Wasser aus dem Kellerraum abfließen konnte. Die 84-Jährige erlitt eine leichte Unterkühlung.

Auch in anderen Landesteilen waren die Auswirkungen der Gewitter deutlich spürbar, wenngleich keine Verletzten gemeldet wurden. Durch Blitzeinschläge in Augsburg fiel in Teilen der Stadt der Strom aus. Dadurch blieben mehrere Menschen in Aufzügen stecken und mussten befreit werden. Auch zwei Umspannwerke waren durch einen Blitz für knapp eine Stunde lahmgelegt worden. Die Blitze lösten etliche Brandmelder aus und setzten eine Hecke in Brand. Die Einsatzkräfte rückten auch wegen vollgelaufener Keller aus.

Auch in Ober- und Niederbayern gab es mehrere Einsätze wegen überschwemmter Keller und Straßen. Im Norden Münchens wurde eine Straße in einer Senke überflutet, die Feuerwehr pumpte hier etwa eineinhalb Stunden das Wasser ab. Auch in den Kellern einiger Häuser sowie einer Münchner Kita drang Wasser ein. In Gars am Inn (Kreis Mühldorf) brannte am späten Abend ein Sägewerk – wohl durch einen Blitzeinschlag. Verletzt wurde niemand. Während der Löscharbeiten wurde eine nahe gelegene Bahnstrecke gesperrt. Auch im Raum Starnberg waren mehr als 1000 Haushalte rund vier Stunden ohne Strom.

Der Deutsche Wetterdienst hatte Gewitter mit Starkregen angekündigt. Im Alpenvorland fielen bis zu 46 Liter pro Quadratmeter. Vereinzelt gab es Hagelansammlungen – aber mit relativ kleinem Hagel, wie in Bad Kohlgrub (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) mit etwa einem Zentimeter Durchmesser. Auch in den kommenden Tagen müssen sich die Menschen in Bayern auf regnerisches Wetter einstellen.  dpa/mm

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