von Redaktion

Gestern sah ich, wie Waschbär Waldemar an einer alten Garagenmauer stand und seine Pfoten in einen blauen Farbeimer tunkte. „Hallo, Waldemar“, begrüßte ich ihn. „Was machst du da?“ Statt zu antworten, fuhr er hochkonzentriert und in Kreisen mit seinen Pfoten die Wand entlang. „Street-Art“, murmelte er dann doch irgendwann als Antwort. „Das hat mir die Biberin Frau Dr. Raspelzahn erklärt“, brummte er und erklärte weiter, dass es sich bei Street-Art um eine Kunstform im öffentlichen Raum handelt. Die Kunstwerke befinden sich auf den verschiedensten Oberflächen in einer Stadt und die Straßenkünstler möchten, dass alle ihre Arbeit sehen, weil sie damit Diskussionen und Reaktionen auslösen wollen. Als Leinwand nutzen sie Häuserfassaden, Mauern, Stromkästen oder Bürgersteige. Zur Erschaffung ihrer Werke werden Sprühdosen, Pinsel, Malerrollen, Aufkleber und anderes verwendet. Viele Künstler machen das illegal, ohne vorher eine Erlaubnis dafür einzuholen. Manche arbeiten aber auch im Auftrag von privaten oder öffentlichen Auftraggebern.Dann erzählte mir der Waschbär noch von Banksy, dem mit Abstand bekanntesten Street-Art-Artist, von dem niemand weiß, wer er eigentlich ist. Eure Paula

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