von Redaktion

„Der Bauer war in der Stadt, um Fotos für einen neuen Personalausweis zu machen, wollt ihr die mal sehen?“, kläffte Hofhund Benno, als wir Enten ihn vor dem Bauernhof trafen. Er tappte ins Haus und kehrte mit ein paar Passbildern im Maul zurück. „Auf den biometrischen Fotos sehen Zweibeiner immer so ernst aus“, quakte Klara. „Ja, aber diese hier sind ja fast Mugshots!“, schnatterte Agnes. „So nennt man in den USA die Polizeifotos, die von Verdächtigen angefertigt werden. Mug ist ein Slangwort für Gesicht und shot bedeutet Schuss, also Fotoaufnahme. Die sind in den Staaten geradezu Kult. Es gibt solche ‚Verbrecherbilder‘ von allen möglichen bekannten Persönlichkeiten. Sie werden von der Polizei nach der Festnahme eines mutmaßlichen Straftäters gemacht. Sie sind Teil der erkennungsdienstlichen Behandlung. Dabei werden auch die personenbezogenen Daten und die Fingerabdrücke der Beschuldigten erfasst“, schnatterte Agnes.

„Wie gelangen diese Bilder an die Öffentlichkeit?“, wollte ich wissen. Agnes kannte sich aus: „Mug-shots sind in den meisten Bundesstaaten der USA gemeinfrei und somit für jeden zugänglich. Das führt dazu, dass diese Fotos oft von den Medien verbreitet werden.“ Eure Paula

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