Bahn will Langsamfahrstellen reparieren

von Redaktion

Bautrupps rücken bei zwei Linien kommende Woche an – woanders dauert‘s länger

München – Die Reparaturtrupps sind schon bestellt: Die S-Bahn München will die Schwachstellen auf den Schienen schnell beseitigen. „Sie haben die Ursache in Schienenfehlern, sodass wir hier zur Behebung ein Schienenstück austauschen müssen“, heißt es als Reaktion auf einen Bericht unserer Zeitung. In einem internen Dokument der DB waren zehn Langsamfahrstellen genannt worden (wir berichteten). Zumindest zwei sollen schon in der kommenden Woche beseitigt werden, versichert nun ein Bahnsprecher: Die Schwachstelle auf der S4-West stadtauswärts vor dem Bahnhof Buchenau, wo alle Züge auf Tempo 20 runterbremsen müssen, soll am Montag beseitigt werden. Am Freitag, 14. Juni, würden die beiden Langsamfahrstellen auf der S3 Maisach-Olching repariert.

Die anderen acht Langsamfahrstellen bei der S-Bahn – etwa auf den Linien S1, S2 oder S7 – hätten komplexere Ursachen, „beispielsweise wenn Schwellen ausgetauscht werden müssen, Arbeiten im Untergrund erforderlich sind oder Leit- und Sicherungstechnik erneuert werden muss“.

Solche Langsamfahrstellen erforderten umfangreichere Arbeiten und Vorplanungen sowie längere Streckensperrungen und könnten daher nicht kurzfristig beseitigt werden. Auf eine Zeitangabe will sich die Bahn hier nicht festlegen. „Dennoch behandeln wir auch diese mit höchster Priorität, sodass in den kommenden Wochen und Monaten der Großteil der noch verbliebenen Langsamfahrstellen beseitigt werden kann.“

Der Sprecher erklärt dazu: „Wir bedauern sehr, dass wir den Reisenden derzeit an vielen Stellen nicht die Qualität und Zuverlässigkeit bieten, die sie zu Recht von uns erwarten.“ Das Schienennetz sei zu alt, zu voll und zu störanfällig. Allerdings veränderte sich die Anzahl der Langsamfahrstellen im Streckennetz der DB täglich.
DW

Artikel 9 von 11