von Redaktion

Klara watschelte gestern den ganzen Tag geschäftig hin und her und fand keinen Moment der Ruhe. Nachdem ich mir das eine Weile angesehen hatte, schnatterte ich: „Klara, möchtest du dich nicht eine Weile hinsetzen, dich ausruhen und etwas essen? Du siehst erschöpft aus.“ Da kam Agnes zu uns gewatschelt, die unser Gespräch von ihrem Nest aus mit angehört hatte. Sie schnatterte: „Wenn du Hilfe dabei brauchst, dich zu entspannen, kann ich dir gerne ein Mandala zum Ausmalen geben.“ Klara fragte skeptisch: „Wie soll mich Ausmalen in meiner Situation weiterbringen?“ Agnes erklärte, dass Mandalas kreisförmige Bilder sind, die symmetrische Formen beinhalten. Durch die immer wiederkehrenden Gestalten im Mandala kann man sich entspannen. Agnes schnatterte, dass Mandalas eine lange Tradition in Asien haben. Dort haben sie in vielen Religionen eine große Bedeutung, zum Beispiel im Buddhismus. Das Erstellen von Mandalas wird zur Meditation genutzt und soll Segen bringen. Tibetisch buddhistische Mönche erschaffen deshalb sieben Tage lang ein kompliziertes Mandala. Aber schon kurz danach wird das Mandala mit Absicht wieder zerstört: Das soll die Vergänglichkeit des Lebens symbolisieren. Eure Paula

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