Salut und eine Messe für Marianne Strauß

von Redaktion

Die Stiftung der verunglückten früheren Landesmutter feiert morgen am Tegernsee 40-jähriges Bestehen

Marianne und Franz Josef Strauß, hier im Oktober 1977. Die Familie des CSU-Politikers hatte in Kreuth einen Wohnsitz. © dpa

Kreuth – Am 22. Juni 1984, spät in der Nacht, verunglückte Marianne Strauß, die Ehefrau des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß, in ihrem Auto auf der B 307 bei Kreuth. Bereits zwei Monate nach dem unerwarteten Tod der 54-jährigen Landesmutter wurde die Marianne Strauß Stiftung genehmigt, die seither bayernweit unverschuldet in Not geratenen Menschen unter die Arme greift. Diesen Donnerstag, 20. Juni, feiert die Stiftung ihr 40-jähriges Bestehen – mit Gebirgsschützen und zahlreichen Ehrengästen.

Sohn Franz Georg Strauß war erst 23 Jahre alt, als seine Mutter starb. Er gründete die Stiftung zusammen mit seinem Vater, der vier Jahre später verstarb, seinem älteren Bruder Maximilian Josef, seiner Schwester, der Politikerin Monika Hohlmeier, sowie guten Freunden. Die Arbeit, die Marianne Strauß zu Lebzeiten für Menschen mit Beeinträchtigungen, sozial Schwache, Kranke und unverschuldet in Not geratene Menschen geleistet hatte, sollte fortgesetzt werden, das war damals die Intention und ist auch heute noch Sinn und Zweck. Zur Stiftung gehört etwa eine Spezialklinik am Starnberger See für Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind. „In über 30 000 Fällen konnten wir schon helfen“, sagt Stiftungsvorsitzender Franz Georg Strauß, der auch in Bad Wiessee einen Wohnsitz hat und sich dem Tegernseer Tal verbunden fühlt. Hier war seine Mutter als „First Lady ohne Allüren“ beliebt.

Weil Franz Georg Strauß sich den Gebirgsschützen zugehörig fühlt, bei der Tegernseer Kompanie Mitglied ist und selbst hin und wieder ausrückt, spielen die Gebirgsschützen eine tragende Rolle beim Jubiläum. „Schon bei der 30-Jahr-Feier waren wir in Kreuth dabei und haben an der Gedenksäule Salut geschossen“, erinnert sich Hauptmann Florian Baier. Um 15.45 Uhr treffen sich Kompaniemitglieder vor der ehemaligen Klosterkirche in Tegernsee, um 16 Uhr wird eine heilige Messe gefeiert. Erwartet werden neben Landtagspräsidentin und Stiftungsrätin Ilse Aigner (CSU) auch der ehemalige CSU-Chef und Ministerpräsident Edmund Stoiber.
GR

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