Asyl-Bezahlkarte in ganz Bayern eingeführt

von Redaktion

Nur noch 50 Euro pro Person und Monat in bar – bisher 35 000 Euro Karten im Einsatz

München – Die Bezahlkarte für Asylbewerber im Freistaat gibt es nun in ganz Bayern. Man habe die Karte nun in allen 96 Landkreisen und kreisfreien Städten eingeführt, teilte Innenstaatssekretär Sandro Kirchner in München mit. Nach dem Start der Bezahlkarte Ende März und einer Pilotphase sei das System in den vergangenen Wochen nach und nach ausgerollt worden. Bisher seien bereits mehr als 35 000 Karten im Einsatz. Diese Zahl werde sich entsprechend der Ausgaberhythmen der einzelnen Behörden aber noch stetig erhöhen.

Der Asylbewerbern gesetzlich zustehende Betrag, wird nun über die Bezahlkarte geleistet. Damit kann in allen Geschäften, die Mastercard akzeptieren, eingekauft werden. Bis zu 50 Euro pro Person und Monat können bar abgehoben werden. Mit der Karte soll der Missbrauch von Leistungen und in der Konsequenz auch die Zuwanderung begrenzt werden. Das Verfahren ist aber nicht unumstritten. Verbände wie der Flüchtlingsrat bezweifeln, dass Flüchtlinge wegen der Geldleistungen nach Deutschland kommen und während ihres Verfahrens nennenswerte Beträge an ihre Familie ins Ausland überweisen.

Kirchner forderte dagegen, auch das Ausschreibungsverfahren auf Bundesebene müsse jetzt zügig abgeschlossen werden. Je höher die Verbreitung der Bezahlkarte, desto größer die Wirkung, betonte der Staatssekretär.

Artikel 1 von 11