Eines Abends watschelte ich vom Dorf nach Hause. Ich war sehr vergnügt, denn ich hatte ein Zwei-Euro-Stück gefunden. Auf meinem Weg traf ich Waldkauz Ulrich. „Guten Abend, Ente Paula! Warum grinst du denn so?”, kauzte Ulrich. Darauf schnatterte ich freudig: „Na sieh mal. Ich habe hier im Dorf eine Münze auf der Straße gefunden! Damit kann ich mir was Schönes kaufen!”
Ulrich legte seinen Kauz-Kopf schief und krächzte: „Wusstest du, was die Zweibeiner gemacht haben, als sie noch kein Geld kannten? Sie haben ihre Waren getauscht. Das war aber oft sehr unpraktisch.“ Das kann ich mir vorstellen, schnatterte ich. Denn manchmal wurde eine zu große Menge an verderblichen Tauschwaren angeboten – zum Beispiel Brot, das dann verschimmelte. Außerdem stelle ich mir es sehr unpraktisch vor, wenn man unhandliche große Dinge tauschte, denn einige Händler waren ja auch weite Strecken unterwegs. „Stimmt“, krächzte der Kauz und erklärte, dass die Zweibeiner deshalb auf die Idee kamen, kostbare Metalle in kleine Portionen einzuteilen. Etwa aus Gold oder Silber. „Ah, die kleinen Metallportionen waren dann wohl die ersten Münzen! Die Ware in Silber einzutauschen, war ein sicheres Geschäft. Jede der Münzen war mindestens so viel wert wie das Silber, aus dem sie bestand. Das Silber konnte nicht verderben und war praktisch, handlich und leicht.“
Eure Paula