Schüler-Mountainbikes geborgen

von Redaktion

Nach gescheiterter Tour: Bergwacht stellt 4000-Euro-Rechnung

Die Bergretter holten die Mountainbikes unweit der Passhöhe ab und transportieren sie durch Altschnee. © Zoom Tirol

Brandlberg/Landshut – Nachdem am Donnerstag elf Gymnasiasten aus Furth bei Landshut vom Heilig-Geist-Jöchl im Zillertal gerettet werden mussten, haben Bergretter am Samstag ihre Mountainbikes geborgen. Die Elftklässler wollten innerhalb einer Woche für einen guten Zweck an die Adria radeln, um Spenden für die Aktion „Sternstunden“ des Bayerischen Rundfunks zu sammeln. Doch an Tag drei der Tour hatten die Schüler, Lehrer und das BR-Kamerateam den Notruf abgesetzt. Ein Helikopter brachte sie ins Tal.

Nun haben sich am Samstag frühmorgens noch mal 14 Bergretter zu Fuß zum Jöchl aufgemacht. „Am Joch waren die Bedingungen nicht einfach, es war kalt und föhnig“, erklärt Andreas Eder, Chef der Bergrettung Mayrhofen, auf Nachfrage. „Mit 14 Personen die Radl ins Tal zu bringen, war nicht ganz einfach.“ Teils nahmen die Alpinretter je ein Mountainbike in die rechte und linke Hand und schoben sie rutschend über den harten Schnee. Über die Tour sagt Eder: „Die Route hätte besser geplant werden können, eigentlich fährt man da gar nicht mit dem Rad, man muss die Räder tragen, da liegen nur große Steine rum, und auf der Südseite geht es steil durch Felsen nach unten.“ Die Bergrettung Mayrhofen wird laut Eder jetzt eine Rechnung über 4000 Euro stellen. Dazu kommen die Kosten für den Polizeihubschrauber am Donnerstag – 85 Euro pro Minute.
JOHANNES WELTE

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