Wolfratshausen – Die seit Jahrzehnten diskutierte Verlängerung der S7 von Wolfratshausen nach Geretsried hat eine weitere Hürde genommen. Trotz deutlich gestiegener Baukosten gibt es einen positiven Nutzen-Kosten-Wert. Der sogenannte NKU-Wert liegt bei 1,27 und damit deutlich über 1, teilte die Bahn jetzt mit. Das ist die Voraussetzung, dass der Bund das Projekt mit bezahlt. Nun könne man „die nächsten Schritte gehen, um das Vorhaben erfolgreich umzusetzen“, sagte Heiko Büttner, der DB-Konzernbevollmächtigter für Bayern. Doch es sind noch etliche Etappen zu überwinden, ehe die Pendler wirklich von Wolfratshausen aus die größte Stadt des Landkreises – das ist Geretsried – erreichen können.
In einem nächsten Schritt werden Freistaat und DB über den Realisierungs- und Finanzierungsvertrag verhandeln. Dann soll im Oktober das Planfeststellungsverfahren beantragt werden. Statt der 2009 veranschlagten 167 Millionen Euro für die 9,5 Kilometer lange eingleisige Strecke sind nun 433 Millionen Euro berechnet. Auch das 900 Meter lange Trog-/Tunnelbauwerk für den Bahnhof Wolfratshausen dürfte teurer geworden sein. 2009 sollte es 44 Millionen Euro kosten, jetzt wohl entsprechend mehr. Problem: Hier müssen die Kommunen mitzahlen – stattliche Millionenbeträge.
CCE/DW