LIEBE KINDER

von Redaktion

Als ich gestern meinen Waschbärfreund Waldemar in seiner Baumhöhle besuchte, blieb ich überrascht im Eingang stehen. Der ganze Boden von Waldemars Unterschlupf war bedeckt von Papieren, Essensresten, Moos und Spielsachen von meinem Freund. Ich wusste gar nicht, wo ich meine Entenfüße hinsetzen sollte! Ich schnatterte, warum Waldemar nicht aufräumt. Er jammerte: „Am Anfang hatte ich keine Lust. Und jetzt ist so viel zu tun, dass ich nicht mehr weiß, wo ich anfangen soll. Und dann lasse ich es lieber gleich ganz!“

Ich quakte, dass es häufig so ist, dass uns eine Aufgabe so groß vorkommt, dass wir erst gar nicht damit beginnen. Das machen wir, weil das Gefühl, die Aufgabe nicht zu schaffen, unserem Gehirn nicht gefällt. Aber es ist auch möglich, unser Gehirn auszutricksen. Eine Möglichkeit dafür ist die Pomodoro-Methode.

Waldemar brummte: „Pomodoro, das heißt Tomate, oder?“ Ich quakte, dass es kein Teil der Pomodoro-Methode ist, Tomaten zu essen. Die Methode heißt so, weil bei ihrer Erfindung die Tomatenform eine Rolle gespielt hat. Als der Student Francesco Cirillo vor ungefähr 40 Jahren für die Universität viel lernen musste, stellte er sich einen Wecker auf einige Minuten. Er nahm sich vor, in dieser Zeit konzentriert zu lernen. Nachdem der Wecker geklingelt hatte, durfte er eine kurze Pause machen, um dann wieder weiterzuarbeiten.

Eure Paula

Artikel 4 von 11