LIEBE KINDER

von Redaktion

Der Sommer ist vorbei, der Herbst ist da. Als ich vor ein paar Tagen kräftig gegen den Wind anflattern musste, habe ich mich gefragt: Woher kommt der Wind eigentlich? Hat die Luft vielleicht beschlossen, vor dem Winter noch ein wenig Sport zu machen? Oder sitzt da jemand und pustet? „Agnes weiß das bestimmt“, quakte ich zu mir selbst. „Der Wind, der Wind, das himmlische Kind“, schnatterte sie. Das mit dem himmlischen Kind hatte ich schon mal gehört, wusste aber nicht, was das mit meiner Frage zu tun hat. „Wie meinst du das?“, quakte ich daher. „Ist mir nur gerade eingefallen“, quakte Agnes. „Das kommt übrigens aus dem Märchen ,Hänsel und Gretel‘.“ Wieder was gelernt!

„Schön und gut“, quakte ich. „Aber woher kommt denn jetzt der Wind?“ „Das liegt daran, dass der Luftdruck nicht überall gleich hoch ist. Weil die Luft das ausgleichen will, kommt sie in Bewegung“, quakte Agnes. Da muss also gar niemand pusten! Wie hoch der Druck ist, hängt von der Temperatur der Luft ab – auch die ist ja nicht überall gleich hoch. Brennt die Sonne auf das Land hinunter, erwärmt sich die Luft und steigt auf. Dabei sinkt ihr Druck. Die Luft über dem Meer erhitzt sich nicht so stark. Dorthin zieht nun die aufsteigende Luft – und kühlt sich dabei nach und nach wieder ab, quakte Agnes. Es sind also diese Unterschiede, die Luft so richtig in Fahrt bringen.

Eure Paula

Artikel 4 von 11