Andreas M. stürzte beim Wandern in den Tod.
Der Untersberg (1972 Meter hoch) in den Berchtesgadener Alpen. © Reinig/pa
Bischofswiesen – Einer der führenden Neonazis Bayerns ist bei einer Wanderung am Untersberg ums Leben gekommen. Andreas M. aus dem Landkreis Freising war Schatzmeister und Beisitzer des Landesverbandes der rechtsextremen Kleinpartei Der III. Weg.
Wie das Nachrichtenportal t-online berichtet, war der 37-Jährige am 29. September mit einer 30-köpfigen Gruppe im Abstieg von der Berghütte Stöhrhaus über den Knieschnackler-Almsteig unterwegs, als er offenbar auf einer regennassen Wurzel ausrutschte und rund 60 Meter durch teils senkrechtes Felsgelände bis hinab zu einem Marterl abstürzte. Laut dem Bayerischen Roten Kreuz war er sofort tot.
Der Tote hinterließ eine Frau und ein im Juni geborenes Kind. Seine Kameraden sammeln jetzt Spenden, um einen Gedenkstein am Unfallort aufzustellen und seine Frau mit ihrem Kind finanziell zu unterstützen. Die Aufrufe werden bei Telegram und Facebook verbreitet. So verbreitet unter anderem die vom Verfassungsschutz als rechtsextreme Gruppe eingestufte Gruppe „Pforzheim Revolte“ den Spendenaufruf. „Sein Tod trifft uns alle hart“, heißt es dort. „Die größte Lücke ist aber am heimischen Esstisch entstanden.“ Dort waren gestern bereits über 12 000 Euro zusammengekommen.
Als Initiator werden hier die „Bergfreunde Giesen“ genannt, dahinter steckt laut t-online ein Berliner Neonazi. Bei einer anderen Spendenseite waren es über 7000 Euro. Hier tritt als Initiator ein Dominique R. auf, der laut dem linken Aktivistennetzwerk Indymedia 2015 an einem Aufmarsch zum Gedenken an Rudolph Hess des III. Wegs in Wunsiedel teilnahm.
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