KALENDER

BRAUCHTUMS-

von Redaktion

18. BIS 24. NOVEMBER

18. Karolina

19. Elisabeth

20. Korbinian

21. Rufus

22. Cäcilia

23. Klemens, Wolftrud

24. Flora

Der Lebensweg der heiligen Elisabeth ist historisch genau belegt. 1207 als Tochter des Ungarnkönigs Andreas II. und seiner Gemahlin Gertrud von Andechs geboren, wurde sie bereits mit vier Jahren mit dem elfjährigen Thüringer Landgrafensohn Ludwig verlobt und bis zur Eheschließung auf der Wartburg erzogen. Hier lernte sie auch die Not der vielen Armen kennen und versuchte, persönlich zu helfen. Als Elisabeths Gemahl nach sechs Ehejahren auf einem Kreuzzug in Italien starb, war sie der Willkür der Verwandten ausgeliefert. In ihrer Not floh sie in Nacht und Nebel mit ihren drei Kindern in ein Kloster in Marburg, wo sie sich ganz der Armen- und Krankenpflege hingab, bis sie 1231 mit 24 Jahren starb.

BRAUCHTUM

Nicht zu den angesehenen Persönlichkeiten in einem Dorf, wie der Pfarrer, der Lehrer und der Wirt, gehörte früher die Frau, die immer gerufen wurde, wenn jemand aus der Familie gestorben war. Es war die Leichen- oder Totenfrau, auch Seelnonne genannt. Sie lebte meist in ärmlichen Verhältnissen und musste die Verstorbenen waschen, einkleiden und in den Sarg legen – ein schwerer, wenig geachteter Dienst, der aber selten angemessen honoriert wurde. Im Auftrag der Angehörigen organisierte sie die Beerdigung und ging von Haus zu Haus, um zum Begräbnis einzuladen. Sie musste „einsagen“. Dafür schenkte man ihr eine Rohrnudel, ein Ei oder ein paar Pfennige.

BAUERN- UND
WETERREGELN

St. Elisabeth sagt an, was der Winter für ein Mann.

Viel Regen im November, viel Wind im Dezember.

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