Schulze lobt Tschad für Flüchtlings-Plan

von Redaktion

Flüchtlinge aus dem Sudan warten mit ihrer Habe nahe der südsudanesischen Grenzstadt Renk. © Eva-maria Krafczyk/dpa

München/N‘Djamena – Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) hat anlässlich eines Besuchs im Tschad die Hilfen des Landes für Flüchtlinge aus dem benachbarten Sudan gelobt. 700 000 Flüchtlinge aus dem umkämpften Sudan habe der Tschad aufgenommen, obwohl das zentralafrikanische Land selbst „mit Unsicherheit, Dürren, Überschwemmungen und Hunger“ zu kämpfen habe, erklärte Schulze.

Insgesamt habe der Tschad 1,2 Millionen Flüchtlinge aus den Nachbarländern aufgenommen. „Denn auch andere Konflikte in der Region zwingen Menschen zur Flucht“, fügte Schulze hinzu. Im Tschad erhielten diese Menschen Zugang zu Land, Beschäftigung und sozialen Dienstleistungen. „Die tschadische Flüchtlingspolitik und das Bemühen, dauerhafte Lösungen für die Flüchtlinge zu finden, sind beispielhaft“, lobte die Ministerin. Deutschland werde den Tschad künftig verstärkt unterstützen, kündigte sie an. Zusätzlich zu den laufenden Projekten stelle ihr Ministerium in diesem Jahr 57 Millionen Euro „für klimaangepassten Ackerbau, sichere Wasserversorgung, verbesserte Ernährung, mehr Schulen und verlässlichere Gesundheitsversorgung“ bereit. Schulze brach am Montag zunächst in Richtung N‘Djamena, der Hauptstadt des Tschad, auf. Im Land will sie unter anderem Flüchtlingslager und den Grenzübergang Adré im Osten besuchen, der täglich von hunderten Flüchtlingen überschritten wird. Im benachbarten Sudan liefern sich die Armee von Militärherrscher Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohammed Hamdan Daglo seit April 2023 einen blutigen Machtkampf.
AFP

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