IN KÜRZE

von Redaktion

Baby in Container ausgesetzt: Urteil

Ulm/Karlsruhe – Die Verurteilung einer Mutter wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung an ihrem Baby ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe verwarf die Revision der Frau. Das Landgericht Ulm hatte die 38-Jährige im Mai schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren verurteilt. Die Frau hatte ihr Neugeborenes im Oktober vergangenes Jahr kurz nach der Geburt in einen abgelegenen Altglascontainer in Langenau (Alb-Donau-Kreis) geworfen. Das Kind überlebte körperlich unbeschadet. Ein Passant hatte den unterkühlten Säugling gefunden und gerettet. Der Ulmer Strafkammer zufolge war das Tatmotiv von „erschreckender Banalität“. Die Frau habe das Kind nicht gewollt und die Alternativen seien ihr zu aufwendig gewesen. Das Kind lebt in einer Adoptivfamilie.

Mord vor 30 Jahren: Prozess endet

Würzburg – Im Prozess um den Mord an einem Mädchen vor 31 Jahren will das Landgericht Würzburg am 20. Dezember sein Urteil verkünden. Die 13-jährige Sabine war im Dezember 1993 nach dem Besuch auf einem Reithof nicht nach Hause gekommen. Zwei Tage später wurde sie in einer Güllegrube entdeckt – sexuell missbraucht und getötet. Seit September steht ein 48-Jähriger unter Mordanklage vor Gericht. Zu dem Tatvorwurf äußerte er sich nicht. Er war zur Tatzeit 17 Jahre alt, deshalb findet der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Nach langen, ergebnislosen Ermittlungen hatten neue DNA-Analysen den Fall 2021 wieder ins Rollen gebracht.

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